Der Schirokko - Wind aus der Wüste

Bora und Schirokko könnten nicht gegensätzlicher sein: Während erstere plötzlich über die See herfällt und uns auch im Sommer frösteln lässt, kann man dem Schirokko förmlich dabei zusehen, wie er sich aufbaut.

Steckbrief auch bekannt als: Jugo, Ghibli, Lebeche, Marin, Lodos

Vorkommen: Ostspanien, Südfrankreich, Sardinien, Korsika, Süditalien, Dalmatinische Adriaküste, Südgriechenland und südwestliche Türkei

Jahreszeit: vorwiegend Frühjahr und Herbst

Windstärken: im Schnitt 6 Beaufort, sehr konstant Windrichtung: Süd bis Südost

Anzeichen: Das Barometer fällt langsam, schwüle Luft, Wind baut sich sehr langsam auf

Der Schirokko bringt warme, feuchte und diesige Luft. Oft enthält diese Luft bräunlich-rote Sandpartikel, was auf den Ursprung dieses Süd- bis Südost-Windes schließen lässt: Seine Geburtsstätte liegt in den Wüsten Nordafrikas. Der Schirokko entsteht durch die Temperaturdifferenz zwischen kühlen Tiefdruckgebieten in Südeuropa und der heißen Luft über der Sahara. Je größer der Temperaturunterschied, desto stärker die Ausgleichsströmung zwischen den Druckgebieten und damit der Schirokko. An der afrikanischen Küste weht der Schirokko trocken und heiß. Je länger der Weg ist, den er über das Mittelmeer zurücklegt, desto mehr Feuchtigkeit enthält die Luft. Daher bringt der Schirokko oft bewölktes und regnerisches Wetter mit. Steigen die Luftmassen an Gebirgen auf, kommt es zu starken Regenfällen.

Woran man den Schirokko erkennt

Der Schirokko kündigt sich durch ein langsam und permanent fallendes Barometer an. Die Sicht wird schlechter, die Luft drückend und schwül. Der Wind baut sich langsam, aber konstant auf, ebenso die für den Schirokko typische lange Welle.

Was bei Schirokko zu tun ist

Weil er sowohl hinsichtlich Richtung als auch Stärke sehr konstant weht, ist das Gefahrenpotenzial des Schirokko geringer als das der Bora. Selten bringt der Schirokko mehr als sechs Beaufort, die Welle ist lang. Erfahrene Crews können bei Schirokko schöne Segeltage erleben. Aber Achtung: Lokale Effekte können den Schirokko verstärken. Zwischen Inseln beispielsweise wird der Wind durch den Düseneffekt beschleunigt. Besonders in der kroatischen Inselwelt kann der Schirokko durchaus Sturmstärke erreichen. Die lange Dünung, die bei diesem Wind entsteht, kann das Passieren einer Hafeneinfahrt gefährlich machen oder zu Legerwall-Situationen führen. Zu beachten ist außerdem die eingeschränkte Sicht durch die diesige, Staub führende Luft.

Welche Häfen und Buchten sind bei Schirokko sicher?

Der Schirokko schiebt eine lange Dünung vor sich her und kann so manches Hafenbecken in ein Wellenbad verwandeln. Besonders Buchten, die nach Süden, Südosten oder Südwesten offen sind, bieten wenig Schutz. Auf einer Insel liegen Sie bei Schirokko-Lagen an der leewärtigen Seite besser und geraten auch nicht in eine Legerwall-Situation. Sicher gehen Sie bei der Wahl des Liegeplatzes, wenn Sie eine Karte großen Maßstabs und einen Hafenführer zu Rate ziehen.

 

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